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Timo Werner: Welchen Anteil hatte Julian Nagelsmann?

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Heute melde ich mich aus Sao Paulo, wo ich im Rahmen des Facebook
 

Fever Pit’ch

27. August · Ausgabe #218 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Heute melde ich mich aus Sao Paulo, wo ich im Rahmen des Facebook Journalism Project einen Vortrag vor Kollegen aus den brasilianischen Medienhäusern halten werde. Ja, Fever Pit'ch findet Erwähnung. Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich das 7:1 der Deutschen gegen die Brasilianer thematisieren soll. Fünf Jahre ist das legendäre WM-Halbfinale schon her.
Bild hat dazu einen Rückblick verfasst und festgestellt, dass nur noch drei Weltmeister von 2014 einen Stammplatz in ihren jeweiligen Klubs sicher haben. Auch das ist Fußball: Alter Lorbeer verwelkt. Die Wunde, so höre ich von einem Freund aus Rio de Janeiro, ist auf brasilianischer Seite aber noch immer nicht verheilt. Ich werde das 7:1 nicht ansprechen.
Einen stillen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Timo Werner: Welchen Anteil hatte Julian Nagelsmann?
"Schlaue Tipps vom Trainer waren nicht notwendig" "Schlaue Tipps vom Trainer waren nicht notwendig"
Von Florian Krebl
Timo Werner hat nicht bekommen, was er wollte. Ungeheuer gerne hätte der Nationalstürmer wohl im roten Trikot des FC Bayern gespielt, doch das wird erst einmal nichts. So ist das manchmal im Leben. Die Münchner hätten ihn mit Leichtigkeit verpflichten können, entschieden sich aber ganz bewusst dagegen. Also verlängerte Werner bei RB Leipzig bis 2023 - für seine Entwicklung ist das der schlaueste Deal.
Denn die Alternativen zum Verleib waren zumindest diskutabel. Mehrere “Top-Klubs”, wie RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sagte, hätten angefragt. Der FC Valencia und Atletico Madrid wurden sogar konkret. Werner wollte aber auf keinen Fall jetzt ins Ausland. Bedenkt man, dass sich schon andere junge deutsche Talente mit einem zu frühen Wechsel in fremde Kulturen die Karriere beschädigt haben, nötigt diese Entscheidung Respekt ab.
Zumal Werner trotz seiner 65 Tore in 190 Bundesligaspielen noch nicht auf seinem Zenit angekommen ist. Sein neuer Trainer Julian Nagelsmann hat dem 23-Jährigen klar vor Augen geführt, dass da noch mehr geht. Eiskalt vor dem Tor kann er sein, Top-Leistungen muss er jedoch noch konstanter abrufen. In Leipzig hat Werner unter den Fittichen Nagelsmanns und bei konstanter Spielpraxis auf nationalem sowie internationalen Spitzenniveau beste Voraussetzungen, um zu reifen. 
Gut möglich, dass Werner es selbst bei den Bayern, die ja ohnehin an ihm zweifelten, schwer gehabt hätte. An Mittelstürmer Robert Lewandowski kommen schließlich selbst die besten der Welt nur schwer vorbei, und als Nachfolger für Arjen Robben und Franck Ribery ist er nicht wirklich gebaut. Folglich hat Werner in Leipzig nun die Chance, die Münchner Bosse eines Besseren zu belehren und zu beweisen, dass er den Ansprüchen der Weltspitze genügt.
Florian Krebl ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)
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Klubchef Martin Kind hat im Rahmen der vorgestellten Neuordnung bei Zweitligist Hannover 96 erneut heftige Kritik an der Deutschen Fußball Liga (DFL) geübt. Der 75-Jährige bezeichnete die DFL als “Kartell”, dem Schiedsgericht der Lizenzligen unterstellte er mangelnde Unparteilichkeit.
Vehement forderte Kind, der DFL das Recht am Lizenzierungsverfahren der 36 Profiklubs zu nehmen. Dieses müsse in die Hände einer “neutralen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft” gelegt werden, so Kind. Er “empfehle den Gesellschaftern, offen und ehrlich konstruktiv über eine neutrale Lizenzierung zu diskutieren”. Die DFL habe “in dieser Hinsicht viele Probleme”.
Noch deutlicher formulierte der Geschäftsführer der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft seine Kritik am Ständigen Schiedsgericht der Lizenzligen. “Es ist ein Schiedsgericht der DFL und hat nicht die Kraft, um eigene Entscheidungen zu treffen”, sagte Kind und klagte: “Ein Schiedsgericht muss neutral und unparteiisch sein. Das ist nicht der Fall. Es soll Recht sprechen und keine sportpolitischen Entscheidungen treffen.”
Über das Verfahren des Ständigen Schiedsgerichts der Lizenzligen hatte Kind vergeblich eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel erreichen wollen, um die Mehrheitsanteile an Hannover 96 übernehmen zu können. Bei der Entscheidungsfindung habe sich das Schiedsgericht von sportpolitischen Aspekten “manipulieren” lassen, so Kind.
Im Ringen um die Macht bei Hannover hatte Kind zuvor eine Einigung mit dem Stammverein Hannover 96 e.V. erzielt. Im Gegenzug für eine Finanzspritze durch ihn selbst und drei weitere Investoren aus dem Hannoveraner Raum erhält der Hauptgesellschafter weitreichende Befugnisse.
Der Deal, der dem e.V. für 25 Jahre Zahlungssicherheit gewähren soll, bringt Kind ein gleichwertiges Mitspracherecht bei der Ernennung und Entlassung des Profi-Geschäftsführers. Der Verein alleine könnte Kind bei 96 also nicht entmachten. Die DFL hat dem Vertrag laut Kind zugestimmt.
Alle mal herhören!
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Neuer VAR Süd
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