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Tönnies-Proteste: Schalke 04 helfen nur Neuwahlen

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Freitag startet die Bundesliga. Bayern München gegen Hertha BSC.
 

Fever Pit’ch

12. August · Ausgabe #205 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Freitag startet die Bundesliga. Bayern München gegen Hertha BSC. Schon merkwürdig, dass man kein Gefühl dafür hat, wie die neue Bayern-Elf, die Präsident Uli Hoeneß nach einem Jahr Warteschleife zugunsten von Franck Ribery und Arjen Robben versprochen hat, aufspielen soll. Das Kovac-Team wird, gar keine Frage, oben in der Tabelle landen. Aber international?
Der Vizeweltmeister und Ex-Dortmunder Ivan Perisic wird sicherlich nicht die Lösung aller Probleme darstellen. Es wird langsam Zeit, dass Sportdirektor Hasan Salihamidzic zeigt, dass er der große Kaderplaner ist, für den ihn Hoeneß hält. Ein paar Tage hat er ja noch. Wundern würde es mich nicht mehr, wenn plötzlich Ribery auf der Matte stünde.
Einen kommunikativen Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Tönnies-Proteste: Schalke 04 helfen nur Neuwahlen
Der Protest der Schalke-Fans in Drochtersen/Assel. Foto: Imago / RHR
Ein Traditionsverein zwischen Appellen und Protesten
Die Plakate vor dem Pokalspiel beim SV Drochtersen/Assel verfehlten die Signalwirkung nicht. Tausende Schalke-Fans schickten ihre Botschaft von der Tribüne aus direkt an die Adresse des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies: Rote Karte für Rassismus. 
Das Foto vom roten Fanprotest wurde landesweit gezeigt und verdrängte die Freude, dass Schalke mit einem 5:0 souverän in die zweite Pokalrunde eingezogen ist. Dagegen kommt auch Sportvorstand Jochen Schneider mit seinen Appellen im WAZ-Podcast nicht an. 
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Der Fall Tönnies lässt Schalke einfach nicht los. Die Fronten sind verhärtet, seit Clemens Tönnies auf dem Handwerker-Tag in Paderborn eine abfällige, weil rassistische Bemerkung gegen Afrikaner getätigt hat. Zehn Tage ist sein Auftritt schon her.
Die Fangruppierungen sind nicht damit zu besänftigen, dass der Fleischproduzent aus Rheda-Wiedenbrück seine Ämter beim FC Schalke drei Monate lang ruhen lässt. Ein “Weiter so” sei mit der Satzung und dem Leitbild des Vereins nicht in Einklang zu bringen, heißt es.
In der Woche vor dem Saison-Auftakt bei Borussia Mönchengladbach stürzt Schalke immer tiefer in die Vertrauenskrise. Niemand wagt eine Prognose, ob die Situation beim ersten Bundesliga-Heimspiel gegen Bayern München (24. August) eskalieren könnte.
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Darum kann die Lösung nur heißen: Neuwahlen. Schalke muss herausfinden, ob die Proteste nur laut sind oder auch eine Mehrheit im Verein repräsentieren. Denn auch das gehört zur Wahrheit: Nicht wenige sprechen von einer “Hetzjagd auf Tönnies”.
Aber Relativierungen der zweifellos törichten Tönnies-Aussagen führten eher zu noch mehr Emotionen. Schalke ist ein zerstrittener Verein geworden. Man kann die Uneinigkeit nur demokratisch aus der Welt schaffen: Tönnies muss die Vertrauensfrage stellen.
Bei der Wahl zum Aufsichtsrat im Juni holte er 5599 der 9568 Stimmen im Saal. Das waren 58,5 Prozent. Wenn Tönnies überzeugt ist, dass er weiterhin die Mehrheit hinter sich hat, dürfte er Neuwahlen nicht scheuen. Er wäre danach über alle Zweifel erhaben.
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Eine Außerordentliche Mitgliederversammlung müssen laut Paragraf 6.2 der Satzung zehn Prozent der stimmberechtigten Mitglieder schriftlich und begründet beantragen. Die Tönnies-Gegner brauchen im ersten Schritt also 16.000 Unterschriften.
Die Satzung sieht zwar eine Vertrauensfrage formal nicht vor. Aber mit einem formlosen Votum in einer Mitgliederversammlung verteidigte oder verlöre Tönnies seine Legitimation im Aufsichtsrat. Er wüsste dann, woran er ist. Oder will er tatsächlich eine Minderheit vertreten?
Bei einer Wiederwahl könnte er seine Kritiker in die Pflicht nehmen, dass sie sich dem Mehrheitsentscheid beugen. Denn auch das gehört zu den Werten des FC Schalke: dass man seine Niederlage akzeptiert. Und das gilt nicht nur für den Aufsichtsratsvorsitzenden.
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