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Trainer David Wagner zu Schalke? Das Risiko ist enorm

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Kommenden Dienstag werde ich mit der deutschen Hockey-Legende Mo
 

Fever Pit’ch

3. Mai · Ausgabe #143 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Kommenden Dienstag werde ich mit der deutschen Hockey-Legende Mo Fürste in Hamburg auf der Bühne stehen und Lena Goeßling interviewen. Ihre Karriere beim VfL Wolfsburg ist beeindruckend: 104 Länderspiele, vier Meisterschaften, sechs DFB-Pokalsiege. Dazu haben wir weitere Sportgäste eingeladen, die uns wichtig sind. Wer dabei sein möchte: Günstige Tickets für unsere Sportecke auf dem OMR Festival in den Messehallen gibt’s hier.
Einen verbohrten Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Trainer David Wagner zu Schalke? Das Risiko ist enorm
Medienberichte bestätigen die Verpflichtung Medienberichte bestätigen die Verpflichtung
Wenn nicht alles täuscht und die Berichte aus England stimmen, wird David Wagner neuer Trainer des FC Schalke 04. Man kann dem Verein zu seinem Vorhaben nur gratulieren. Etliche Bundesligisten wollten ihn. Am Ende bekam Schalke laut Medienberichten den Zuschlag, wie es scheint.
Das Risiko, das die Schalker mit David Wagner als Trainer eingehen, ist enorm. Im Profifußball hat der Frankfurter genau zwei heldenhafte Taten vollbracht: Er ist mit Huddersfield Town sensationell in die Premier League aufgestiegen und hat die Klasse im ersten Jahr sensationell gehalten.
Im zweiten Jahr war die Punktausbeute so schlecht, dass sich die Wege vorzeitig, aber in Freundschaft trennten. Wagner war der Situation kaum gewachsen. Er hatte nur die Erfahrung aus seiner Zeit als Jugendtrainer bei der TSG Hoffenheim vorzuweisen und seine vier Jahre bei BVB U23.
Ein bisschen ähnelt sein Werdegang dem seines Schalker Vorgängers Domenico Tedesco. Er fing in der Jugend an, ist in seinem Umfeld sehr beliebt, nutzt seine Chance bei einem kleinen Verein - und bekommt plötzlich die große Chance. Die Frage ist: Ist das Risiko nicht zu groß?
Schalke hat eine verlotterte Mannschaft auf dem Platz stehen. Darüber kann der überraschende Derbysieg in Dortmund nicht hinwegtäuschen. Eigentlich braucht die Mannschaft einen, dem kein Spieler etwas vormachen kann und der das soziale Gefüge eines gebeutelten Kaders repariert.
Zum Beispiel einen wie Dieter Hecking. David Wagner aber verfügt nicht über dessen Erfahrung von vier Bundesliga-Vereinen, schlimmer noch: Die Bundesliga ist komplett neu für Wagner. Er hat hier in den 90er-Jahren ein paar Mal gespielt, ja. Aber das war’s auch schon.
Man durfte eigentlich annehmen, dass auf Schalke die Zeit der Experimente vorbei ist. Die Losung kann nach dem Absturz von der Vizemeisterschaft in den Tabellenkeller nur die Konsolidierung sein. Natürlich könnte David Wagner ein Glücksgriff sein. Aber warum dieses Risiko?
Dass er von 1995 bis 1997 beim FC Schalke gekickt hat, darf und kann kein Nachweis von Stallgeruch sein. Das ist zwei Jahrzehnte her. Sportvorstand Jochen Schneider muss in ihm etwas erkennen, das zukunftsweisend ist. Aber die Diskussion hatte man ja schon auf Schalke - mit Tedesco.
Solange der Verein die Spitzenpersonalie nicht bestätigt, bewegt sich die Diskussion darüber im Spekulativen. Man darf von der Schalker Führung erwarten, dass sie das Risiko kennt. Und man darf gespannt sein, mit welchem Argument er, sollte es so weit kommen, rechtfertigt wird.
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Von Chris Lugert
Das Regelwerk des Fußballs ist Jürgen Klopp bewusst. Schönheitspreise gibt es nicht, nur Resultate zählen. Und beim Blick auf die Ergebnistafel nach dem 0:3 beim FC Barcelona dürfte dem 51-Jährigen klar geworden sein, dass es wohl wieder nichts werden wird mit dem Henkelpott. Bei aller Lobhudelei für die Leistung seiner Mannschaft, die ein tolles Auswärtsspiel ablieferte: Den Ruf des Scheiternden wird der FC Liverpool auch im vierten Jahr unter Klopp irgendwie nicht los.
Liverpool und Jürgen Klopp: Was denn noch?
Wenn das als eines der besten Sturmtrios der Welt gefeierte Gespann um Mohamed Salah, Sadio Mane und - mit Abstrichen - Roberto Firmino plötzlich beste Torchancen nicht nutzt, ist das kein Pech. Ebenso wenig wie drei verlorene Finals (Europa League, Ligapokal, Champions League) in drei Jahren. Dass Liverpool trotz der besten Punkteausbeute seiner Premier-League-Geschichte unter normalen Umständen seine erste Meisterschaft seit 1990 knapp verfehlen wird, passt ins Bild. Manchester City wird gegen zwei vermeintlich schlagbare Gegner seinen Vorsprung kaum verspielen.
Langsam muss Jürgen Klopp mal was gewinnen
Und natürlich ist ein Comeback gegen Barcelona noch möglich, die Katalanen haben in den vergangenen zwei Jahren selbst beide Seiten erlebt: Gefeierte Aufholjagd (gegen Paris 2017) und dramatisch verspielter Vorsprung (gegen AS Rom 2018). Der Eindruck manifestiert sich jedoch immer mehr, dass Liverpool und Klopp das Sieger-Gen für die entscheidenden Spiele fehlt. Im Camp Nou habe man eine Erfahrung gemacht, aus der man lernen werde, sagte Klopp. Der Lernprozess darf nicht sehr lange andauern.
Chris Lugert ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
Alle mal herhören!
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