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Uefa-Beschluss: Bundesliga fürs Herz, Europa fürs Konto

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Er bleibt, er bleibt nicht, er bleibt: Die Wasserstandsmeldungen
 

Fever Pit’ch

3. Dezember · Ausgabe #26 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Er bleibt, er bleibt nicht, er bleibt: Die Wasserstandsmeldungen zu Niko Kovac und dessen Arbeitsplatzgarantie beim FC Bayern sind inzwischen langweilig. Viel aufregender ist doch, was Uli Hoeneß beim FC Hollywood aufführt. Für die jüngeren Leser: Der Begriff “FC Hollywood” entstand vor ungefähr zwei Jahrzehnten, als es ständig Theater bei den Bayern gab.
Irgendwann haben sie an der Säbener Straße verstanden, dass Ruhe und Zurückhaltung zu größerem Erfolg führen. Seit der 13. Meisterschaft 1994 folgten 15 weitere Meistertitel - so gut wurden die Bayern dadurch.
Nun also wieder FC Hollywood mit Hoeneß in der Hauptrolle. Offenbar wurmt ihn so sehr, wie Paul Breitner ihm die Leviten gelesen hat, dass der Bayern-Präsident jetzt zum Gegenschlag ausholte und seinen einstigen Freund einen, so wörtlich, “Täter” nennt. Siehe unten.
Hinter ihrer Paywall spekuliert Bild sogar über einen Hoeneß-Abschied. Darüber wird beinahe vergessen, dass die Kovac-Bayern sportlich seit dieser Woche zurück in der Spur sind.
Bei Wikipedia hat der Begriff “Bayern-Dusel” einen Eintrag. Nur eine Frage der Zeit, wann der Begriff “FC Hollywood” bei Wikipedia verewigt wird.
Einen guten Wochenstart wünscht
Euer Pit Gottschalk

Es ist entschieden: Uefa startet dritten Europacup-Wettbewerb Es ist entschieden: Uefa startet dritten Europacup-Wettbewerb
Bundesliga fürs Herz, Europa fürs Konto
Wochenlang wurde darüber diskutiert, ob die großen Bundesliga-Vereine die Wettbewerbe in der Heimat verlassen und künftig in einer noch zu gründenden Super League spielen wollen. Bayern München und Borussia Dortmund schworen ihre Treue zur Bundesliga: Keine Superliga könnte die Tradition ersetzen, die hierzulande seit 1963 gepflegt wird. Das stimmt.
Die zweite Wahrheit ist: Die Superliga gibt es längst und wird konsequent vom europäischen Verband Uefa ausgebaut. Seit dem Uefa-Beschluss am Sonntag in Dublin kann man die Entwicklung nicht mehr anders deuten: In zweieinhalb Jahren starten 96 Mannschaften in drei Europapokal-Wettbewerben; die Endspiele finden innerhalb von vier Tagen statt.
Man nennt die Super League nur anders, nämlich Champions League ganz oben sowie Europa League 1 und 2 darunter. Die nationalen Wettbewerbe sind Qualifikationsrunden: Wer seinen Anteil an den mindestens zwei Milliarden Euro möchte, die von der Uefa jährlich ausgeschüttet werden, muss zur eigenen Existenzsicherung in einen dieser Wettbewerbe rein.
“Es gab die Forderung der Klubs nach mehr Chancen, an den Wettbewerben teilzunehmen.” Uefa-Präsident Aleksander Ceferin
Fast ganz Europa ist involviert: Ab 2021 ist die Teilnahme von minimum 34 statt 26 der 55 Mitgliedsländer garantiert. 62 statt 47 Prozent also. Sogar die Szenarien mit Auf- und Abstieg werden ausgeweitet. Was anderes als eine Superliga soll diese Konstruktion sonst darstellen? “Mehr Spiele für mehr Klubs” verspricht Präsident Ceferin. Die Folgen sind fatal.
Die Bundesliga soll ihren Brauchtum mit dem Meistertitel feiern dürfen wie der DFB seine Berlin-Party mit dem Pokalendspiel und wie jede Region ihre Kreismeisterschaften. Der große Fußball aber, abgestuft in drei Ligen, findet international statt und nährt die Mannschaften, die mit Ambitionen in einer Saison gehen. Auch Bayern und Dortmund.
Die Folge wird sein, dass der Abstand der Mannschaften, die in der Bundesliga den Sprung ins internationale Geschäft schaffen, und jenen in der zweiten deutschen Liga unüberbrückbar groß wird. Traditionsvereine aus der Regionalliga (zum Beispiel Rot-Weiss Essen) oder aus der 3. Liga (zum Beispiel 1. FC Kaiserlautern) bleiben sogar auf Jahrzehnte außen vor.
Womöglich kann man die Entwicklung des kommerzialisierten Fußballs nicht aufhalten. Längst kennen Kinder, die mit der PlayStation aufwachsen, die Mannschaftsaufstellung des FC Arsenal oder von Juventus Turin besser als die von Mainz 05 oder Fortuna Düsseldorf. Nur sollte die Uefa ihr Ding ehrlicherweise beim Namen nennen: Das ist die Super League.
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