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Was Bayern München Borussia Dortmund voraushat

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! In meinem Buch "Kabinengeflüster" erzähle ich die Geschichte, wie
 

Fever Pit’ch

6. Mai · Ausgabe #145 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
In meinem Buch “Kabinengeflüster” erzähle ich die Geschichte, wie Ottmar Hitzfeld 1995 seinen großen Widersacher Otto Rehhagel im Titelkampf aufs Kreuz gelegt hat. Die erste Meisterschaft mit Borussia Dortmund war genau das: ein Meisterstück des Trainers. Zuerst richtete er mit Matthias Sammers Hilfe die geknickte Mannschaft auf, als der komplette Sturm mit Stephane Chapuisat und Kalle Riedle im Saisonfinale ausgefallen war. Dann kickte er mit Thomas Helmers Hilfe den letzten Werder-Gegner Bayern München aus der Urlaubsstimmung. Manchmal wünschte ich, der aktuelle BVB-Trainer wäre so gerissen. Wir hätten unglaublich viel länger Spaß am Titelrennen.
Wer das Hitzfeld-Kapitel nachlesen möchte, kann das Buch bei mir (mit persönlicher Widmung!) für 14,95 Euro bekommen. Mir einfach eine Email mit der E-Mail Adresse schicken, dann kommen die Details postwendend.
Einen trickreichen Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Was Bayern München Borussia Dortmund voraushat
Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft: Harte Kritik vom Kaiser Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft: Harte Kritik vom Kaiser
Die Bayern-Bosse werden Franz Beckenbauers Spott als gutes Zeichen zu werten wissen. Als ihr ehemaliger Präsident in der Saison 2000/01 Stefan Effenberg und dessen Mitspielern provokant die Spielweise der Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft unterstellte (damals nach einem 0:3 bei Olympique Lyon), gewann der FC Bayern hinterher die Champions League.
Jetzt donnerte der Kaiser erneut: Tempo und Kampfgeist beim FC Bayern, verglichen mit der Königsklasse: alles Altherren-Fußball. „Wenn ich sehe, wie in der Champions League oder in der Europa League gefightet wird, dann meint man bei den Bayern manchmal, die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft zu sehen", sagte Franz Beckenbauer wörtlich.
Tonfall und Zeitpunkt sind trotzdem überraschend. Der FC Bayern spielt nicht nur eine der besten Rückrunden seiner Vereinsgeschichte und wandelte neun Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund in vier Punkte Vorsprung um. Dem Tabellenführer reicht am Samstag ein Auswärtssieg bei RB Leipzig, um vorzeitig die 29. Deutsche Meisterschaft zu gewinnen.
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Aber so ist das bei den Bayern: Nicht einmal das Beste ist ihnen gut genug. Sie warfen schon Trainer raus, die auf Platz zwei lagen, und sogar einen, der erstmals zwei Double-Erfolge in Folge vollbracht hatte. Womöglich gewinnt Trainer Niko Kovac in seinem ersten Bayern-Jahr ebenfalls die Kombi aus Meisterschaft und Pokalsieg. Eine Jobgarantie kann er daraus nicht ableiten.
Die Brutalität im Anspruchsdenken mag befremdlich klingen. Dahinter steckt das Geheimnis des Rekordmeisters. Niemals zufrieden sein, niemals nachlassen: Was zunächst banal klingt, fehlt bei den meisten Klubs in der DNA. Siehe Schalke 04: Irgendwie Vizemeister geworden - danach passierte vor lauter Selbstbeweihräucherung der Absturz in den Tabellenkeller.
Hier kommt Borussia Dortmund ins Spiel. Zunächst sei festgestellt: Die Ausbeute von mindestens 70 Punkten kann sich sehen lassen. (Zum Vergleich: Die Schalker holten bei ihrer Vizemeisterschaft im Jahr zuvor nur 63 Punkte). Trainer Lucien Favre hat die Mannschaft von Platz vier auf zwei geführt. Dennoch hat jeder das Gefühl: Da war mehr drin.
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Es kostete die BVB-Bosse aber ein Höchstmaß an Überwindung, nach der fabelhaften Hinrunde das Saisonziel Meisterschaft überhaupt öffentlich auszurufen. Den Ball schön flach halten: Das ist eine beliebte Lebenseinstellung im Ruhrgebiet. Unglücklicherweise verschafft falsche Bescheidenheit fast jeder Profimannschaft ein Alibi.
Ein bisschen ist es wie in der Schule. Wenn eine Zwei reicht, strengt man sich weniger an, als wenn der Zwang zur Eins allgegenwärtig ist. Vernachlässigten Lernstoff kann man hinterher nur schwerlich nachholen. So war das in der Rückrunde bei Borussia Dortmund. Jeder Anfängerfehler wurde als Malheur abgetan. Wattebausch-Trainer aber holen keine Meisterschaften.
Die Bayern kennen das anders. Als ihnen im Herbst ein 3:3 gegen Düsseldorf unterlief, das Zwischentief mit Platz fünf, stand plötzlich alles infrage, was zu Saisonstart noch super schien. Der Trainer eingeschlossen. Der permanente Leistungsdruck, öffentlich zur Schau gestellt, kann unangemessen wirken. Tatsache ist: Die Bayern-Spieler haben jetzt ein Nervenkostüm, das sitzt.
FC Bayern: Matchball zur Meisterschaft

BVB-Boss glaubt aber an Meister-Chance
Den Dortmundern dagegen blieb zu wenig Zeit, die Rolle eines Titelkandidaten anzunehmen. Als Nervenstärke gefragt war, passierten Kuriositäten: die Platzverweise beim 2:4 gegen Schalke, die Aussetzer beim 2:2 in Bremen. Roman Bürki und Manuel Akanji vertrottelten die Zwei-Tore-Führung wie die zwei Rotsünder das Revierderby - fünf Punkte futsch.
Keiner sollte mit dem Alter der jungen Mannschaft argumentieren. Marco Reus ist 29 und Roman Bürki 28 Jahre alt. Nachweislich verfügen die zwei über eine Klasse mit geringer Fehlertoleranz. Wenn ihnen also Torheiten unterlaufen, liegt die Ursache nicht in ihrer Qualität. Es ist eine Sache des Kopfes. Ein Meisterschaftskampf ist auch für sie neu.
Trainer Lucien Favre hatte seine Mannschaft, das zeigen die ersten sechzig Minuten des Spiels, taktisch perfekt auf Werder Bremen eingestellt. Aber offenbar nicht auf das Unvorhersehbare in Person von Claudia Pizarro. Ein wenig Konfusion reichte, damit das Spiel kippte. Die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft hätte wohl zielführender gekontert.
Pit Gottschalk
Schöne Grüße an den Trainer @BVB https://t.co/ubL2jJkNv9
6:22 PM - 4 May 2019
Das Ende einer Ära
Arjen Robben und Franck Ribéry: Zwickmühle des FC Bayern Arjen Robben und Franck Ribéry: Zwickmühle des FC Bayern
Steffen Meyer
Als #Ribéry 2007 kam freute ich mich auf 2-3 Jahre mit so einem Weltklasse-Spieler.

Als #Robben 2009 kam freute ich mich auf 2-3 Jahre mit so einem Weltklasse-Spieler.

Niemals hätte ich mir vorstellen kann, dass sie Eckpfeiler einer goldenen Generation werden würden.#Robbery
11:42 AM - 5 May 2019
Immer wieder sonntags
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Von Ralph Durry
Je länger die Saison 2018/19 in der Fußball-Bundesliga dauert, umso sonderbarer werden die Entscheidungen der Schiedsrichter bei Handspielen im Strafraum. Bei den Samstagsspielen wurde deutlich, dass die kritische Diskussion der letzten Wochen und Monate zu einer totalen Verunsicherung bei den Unparteiischen geführt hat.
Der absolute Höhepunkt war der Nicht-Pfiff bei der Torwartaktion von Berlins Abwehrspieler Karim Rekik gegen den VfB Stuttgart. Dass der Referee dies möglicherweise nicht sieht, kann noch angehen, aber dass der Video-Assistent im Kölner Keller nicht reagiert, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sky-Experte Markus Merk sprach davon, dass es wohl ein Wahrnehmungsfehler gewesen sei, Rekik sei mit seiner Aktion als Schlussmann ausgemacht worden und nicht als Feldspieler…
Warum Herthas Handspiel nicht geahndet wurde
Wie dem auch sei, es war ein peinlicher Fauxpas. Genauso der gepfiffene Handelfmeter gegen Jerome Boateng, der den Arm am Körper anliegen hat und sich noch versucht, aus der Schusslinie zu drehen. Trotzdem wurde nach Studium der TV-Bilder auf Strafstoß entschieden. Dagegen blieb der Pfiff in Bremen aus, als Mario Götze im eigenen Strafraum der Ball an die abgespreizte Hand sprang. Werder-Coach Florian Kohfeldt hat recht, wenn er sagt, “im Kontext dieser Saison ist es ein glasklarer Elfmeter”.
Generell ist es aber so, dass viel zu oft auf Handspiel und Strafstoß entschieden wird. Dies kann nicht im Sinne des Fußballs sein. Dass Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich in der vergangenen Woche davon sprach, dass die Unparteiischen die vorgegebene Linie “insgesamt sehr konsequent und berechenbar” umsetzten, ist ein Treppenwitz.
Schiedsrichter-Chef räumt Fehler ein
Das Gegenteil ist der Fall, der Fehlerteufel diktiert die Entscheidungen der Schiris auf dem Platz und des Video Assistant Referees (VAR) in Köln. Oft hat es den Anschein, dass der VAR einfach mal dem Unparteiischen den Hinweis gibt, “schau dir die Szene nochmal an”, weil er selbst keine Traute hat, sich festzulegen. So entstehen fatale Fehler wie in München. Andere Handspiele wie das von Rekik werden dagegen gar nicht gesehen.
Wird nur auf Zuruf reagiert, wenn es einen Sturm der Entrüstung durch die Spieler auf dem Platz gibt? Dieser Anschein drängt sich auf, denn in Berlin hatte es wohl auch kein Akteur auf dem Feld richtig mitbekommen. Protest blieb aus.
Ralph Durry ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
Heute im Fernsehen
Schneckenrennen in der 2. Liga
Oli Hilbring
Mal wieder was zum #HSV 😜 https://t.co/fSiAJgwp0O
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