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Welche 18 Klubs sollten in der Bundesliga spielen?

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Heute Abend entscheidet sich, welcher Klub die 18. Bundesliga-Man
 

Fever Pit’ch

6. Juli · Ausgabe #407 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Heute Abend entscheidet sich, welcher Klub die 18. Bundesliga-Mannschaft in der Saison 2020/21 stellen darf: entweder der 1. FC Heidenheim oder der SV Werder Bremen. Das 0:0 aus dem Hinspiel bietet Werder Bremen eine bessere Ausgangslage, als viele Beobachter nach dem schwachen Auftritt im Heimspiel meinten. Der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt reicht ein Auswärtstor in 90 Minuten, um die Mannschaft von Frank Schmidt enorm unter Druck zu setzen: Heidenheim müsste dann schon zwei erzielen, um die Relegation zur ersten Liga zu gewinnen. Aber wem drückt man die Daumen?
Ich persönlich bin hin- und hergerissen. Es imponiert sehr, wie Heidenheim über Jahre an Format gewonnen und in der 2. Liga Großklubs aus Hamburg, Hannover und Nürnberg hinter sich gelassen hat. Verdient wäre der Aufstieg zweifellos. Aber will man Heidenheim in der Bundesliga sehen? Bei Werder Bremen ist’s wie damals beim Hamburger SV: Irgendwann ist jeder Dino reif für den Abstieg, wenn die Personalpolitik wirtschaftliche Nachteile nicht mehr ausgleicht und seelenlose Spiele Punktverluste verursachen. Aber Werder hat so viel Tradition: Kann man auf die in Liga eins verzichten?
Man kann die Diskussion permanent spüren, wenn Emporkömmlinge wie RB Leipzig oder vorher TSG Hoffenheim in den Kreis der Etablierten aufsteigen: Die Skepsis vor zu viel Neuem ist mit den Händen zu greifen. Sportlich gibt es am Generationswechsel nichts zu rütteln: Die zwei genannten Klubs oder ganz früher Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg haben ihren Wert für die Bundesliga fast immer unterstrichen. Aber Respekt ist das eine, die große Liebe das andere. Man unternimmt in diesen Momenten gerne ein Spielchen: Was wären die 18 Lieblingsklubs, aus denen die Bundesliga bestehen sollte?
18 Lieblingsklubs heißt: die Klubs, die man - wenn man wählen könnte - am liebsten in der Bundesliga sähe. Man muss schon sehr mit sich ringen. Hier ist meine Liste der 18 Lieblingsklubs in der Bundesliga:
  1. Bayern München
  2. Borussia Dortmund
  3. Borussia Mönchengladbach
  4. Schalke 04
  5. Kaiserslautern
  6. Hamburger SV
  7. Werder Bremen
  8. VfL Bochum
  9. VfB Stuttgart
  10. Bayer Leverkusen
  11. Hertha BSC
  12. Dynamo Dresden
  13. 1. FC Nürnberg
  14. Eintracht Frankfurt
  15. Hannover 96
  16. VfL Wolfsburg
  17. 1. FC Köln
  18. SC Freiburg
Und während ich diese Liste schrieb, fielen mir immer wieder Klubs ein, die ich vergessen hatte. Ich tauschte und wog ab, und ich weiß jetzt schon: Ich bin nicht happy mit meiner Liste. Wie sähe eure 18er Bundesliga-Liste aus?
Einen ellenlangen Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Der Bayern-Erfolg liegt nicht allein an den Bayern
Da lassen die Bayern-Spieler ihren Trainer hochleben
Da lassen die Bayern-Spieler ihren Trainer hochleben
Das Werk des Trainers: Hansi Flick lässt die Bayern fliegen
Von Emanuel Reinke
Da waren sie wieder, die Über-Bayern. Da war er wieder, der Branchenprimus, der den deutschen Fußball mit seiner Qualität schier erdrückt. Den Sieg im DFB-Pokalfinale sicherte sich (natürlich) mal wieder Bayern München - wie öde, wie langweilig!
Wer nach dem Double für den Rekordmeister über die nationale Dominanz der Münchner stöhnt, sollte seinen Frust aber nicht bloß an den FC Bayern richten. Ja, das 77. Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen war lange einseitig und früh entschieden. Angesichts verpasster Chancen der Werkself war es aber auch ein Spiegelbild der vergangenen Bundesliga-Saison. 
Stolpert Angreifer Kevin Volland beim Stand von 0:2 nicht freistehend über den Ball, hat Leverkusen 30 Minuten vor Spielende den Ausgleich vor Augen. Boxt Torhüter Lukas Hradecky zwei Minuten später einen Schuss von Robert Lewandowski nicht unnötig ins eigene Tor, bleibt die Wende greifbar.
Verlässt Thiago den FC Bayern?
Hansi Flick kämpft um David Alaba und Thiago
Herbstmeister RB Leipzig, der große Herausforderer Borussia Dortmund oder auch Borussia Mönchengladbach - sie alle rüttelten in der schwachen Münchner Hinserie kurzzeitig am Bundesliga-Thron, sie alle bekamen ihre Chancen und ließen sie reihenweise ungenutzt verstreichen. 
Am Ende feierten die Bayern ihre 30. Meisterschaft - mit 13 (!) Punkten Vorsprung auf den BVB. Nur mit der individuellen Qualität des Bayern-Kaders ist dies nicht zu erklären. Die Konkurrenz muss sich an der Konstanz der Münchner ein Beispiel nehmen - und in der neuen Saison den nächsten Angriff wagen, in der Liga und im DFB-Pokal.
Emanuel Reinke ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
Frauenfußball
VfL Wolfsburg gewinnt gegen die SGS Essen das DFB-Pokalfinale VfL Wolfsburg gewinnt gegen die SGS Essen das DFB-Pokalfinale
Heute im Fernsehen
Wie Werder Bremen mit dem extremen Druck umgeht Wie Werder Bremen mit dem extremen Druck umgeht
Was sonst noch so los ist
"Vielleicht sind wir doch nicht so doof" "Vielleicht sind wir doch nicht so doof"
"Wie ich gegen Usain Bolt"
Mitarbeiter bedanken sich für Gehaltsverzicht
"Herr Hellmann kann seine Expertise auffrischen"
Zuschauer können wohl zurück ins Stadion
Rolf Fuhrmann
#hallohallo Was mich als Hamburger ja immer stolz sein lässt, ist, dass der HSV mehr Trainer hatte als der FCB Meisterschaften hat
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Meine Forderung: Lothar Matthäus zum HSV!
Von Alex Steudel
Ich habe das Pokalfinale in einer Kneipe gesehen. Danach analysierte Lothar Matthäus das Spiel. Das heißt, für mich bewegte er nur seine Lippen, denn der Kneipenbesitzer hatte den Ton nach dem Abpfiff durch Hitparaden-Gesumm ersetzt. Ich hatte ein Bierglas in der Hand und schaute hin und erwischte mich dabei, neugierig auf das zu sein, was Lothar gerade sagte.
Und in diesem Moment wurde mir bewusst, dass jetzt seine Zeit als Trainer in Deutschland gekommen ist.
Ich kenne Lothar von früher, wir hatten viel miteinander zu tun. Zuletzt, weil er Kolumnist bei Sport-Bild war. Ob in seinen Kolumnen oder im persönlichen Gespräch: Ich war immer fasziniert davon, wie direkt er Dinge ansprach, und wie genau er sie erklären konnte. Und wie richtig er meistens mit seinen Einschätzungen lag.
Aber die Leute ärgerten sich damals über ihn. Der Ärger bei denen, über die er schrieb, wurde noch größer, wenn sich herausstellte, dass er Recht hatte. Und er hatte verdammt oft Recht.
Natürlich haben wir uns alle über sein Leben jenseits des Fußballs geärgert. Lothar war der Kapitän der Klatschspalte, wir haben ihn verspottet dafür. Ein bisschen zu oft vielleicht. Ja, ich weiß, ich bin mitschuldig. 
HSV-Trainer: Zwei Kandidaten aus dem Rennen
Aber wenn es um Fußball ging, war er immer gut. Und im Gespräch fand man schon damals einen ganz anderen Lothar Matthäus vor als den, den man im Fernsehen knattern hörte.
Ich glaube, inzwischen hat sich Lothar geändert. Ist im Rahmen seiner Möglichkeiten weise geworden. (Da ist er wieder, der Spott! Ich nehme alles zurück.) Klatsch gibt es kaum noch, und er beweist als Sky-Experte, dass er brillant und messerscharf analysieren kann.
Früher hatten sie in den Chefetagen deutscher Klubs alle Angst davor, ihn als Trainer zu holen. Wer den Trainer Matthäus holt, sagten sie hinter vorgehaltenen Händen, der holt auch den Menschen Lothar.
Aber früher ist vorbei. Im deutschen Fußball ist die Zeit jetzt reif für den Trainer Lothar Matthäus. Den Weltmeister. Den Weltfußballer. Den Fußballversteher.
Und zwar holt ihn am besten der HSV. Das meine ich ernst. Los, auf die Bühne mit ihm!
Licht an, Spott aus.
Alle mal herschauen!
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