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Wird Manuel Neuer das nächste Löw-Opfer?

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Beim FC Bayern sind sie alle wieder einer Meinung: Mindestens die
 

Fever Pit’ch

7. März · Ausgabe #96 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Beim FC Bayern sind sie alle wieder einer Meinung: Mindestens die UN-Menschenrechtskommission - Achtung, Ironie! - wird sich mit dem Fall Joachim Löw und dessen Personalpolitik beim DFB befassen müssen, damit den ausgebooteten Nationalspielern Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels Gerechtigkeit widerfahren kann. Thomas Müller nutzte gestern seine Sozialen Netzwerke und verbreitete ein Video mit seiner Generalabrechnung zum Bundestrainer. Applaus aus allen Ecken war ihm gewiss. Es gehört inzwischen zum guten Ton, jede Löw-Entscheidung auf jenen Punkt zurückzustufen, dass der Cheftrainer des DFB am besten selbst das Weite sucht. Wenn die Bayern mitteilen, sie seien “irritiert” über Art und Zeitpunkt seiner Entscheidung, provozieren sie zwar ein mitleidiges Lächeln über die bayerische Kompetenz zur Kommunikation, aber senden gleichzeitig das Signal: Es herrscht Alarmstufe 1. Hätten doch die Bayern dasselbe Maß an Engagement, Unterstützung und Leidenschaft gezeigt, als Deutschland den WM-Titel 2018 verteidigen wollte, und nicht ständig den eigenen Spielern Kunstpausen bei vorbereitenden Länderspielen abgenickt. Womöglich müsste man jetzt nicht an diesen Eintrag im Geschichtsbuch des deutschen Fußballs erinnern: 0:1 gegen Mexiko, 2:1 gegen Schweden, 0:2 gegen Südkorea. Vor acht Monaten in Russland hatten nicht nur die Bayern-Spieler genügend Gelegenheit, ihre Unersetzbarkeit auf dem Rasen zu demonstrieren statt im Internet. Thomas Müller ist jetzt sauer, dass er raus ist? Ja, das waren wir im Sommer 2018 auch, als wir nach drei Spielen raus aus dem WM-Turnier waren.
Einen moderaten Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Wird Manuel Neuer das nächste Löw-Opfer?
Manuel Neuer, Torwart und Kapitän der Nationalelf. Foto: Imago/Eisenhuth
Manuel Neuer, Torwart und Kapitän der Nationalelf. Foto: Imago/Eisenhuth
Von Thomas Nowag
Joachim Löw sagt über sich, er sei keineswegs entscheidungsschwach. Schließlich habe er als Bundestrainer täglich Entscheidungen zu treffen, und nicht alle seien angenehm. Am Dienstag hat er eine sehr unangenehme getroffen, er steht im Wind. Bayern München keilt bereits zurück. 
Doch Löws Entscheidung war richtig - und mindestens eine weitere sollte folgen, auch wenn er sich diese (noch) nicht eingestehen mag: Der Wechsel auf der Torhüterposition von Manuel Neuer zu Marc-Andre ter Stegen ist überfällig. 
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Neuer hat das Torwartspiel 2014 auf ein Niveau gehoben, das er später selbst nicht mehr halten konnte. Er war dabei Weltklasse-Torhüter, elfter Feldspieler und letzter Abräumer zugleich. Seine Harakiri-Ausflüge sind Legende. Doch Paraden und Reflexe an den Grenzen des Wahnsinns sind selten geworden und dann fast gänzlich verschwunden, ter Stegen hingegen zeigt ein überragendes Spiel nach dem anderen. 
Den Wechsel hat Joachim Löw schon angedeutet und sich damit selbst die Vorlage zum Vollzug gegeben. Doch auch über Toni Kroos wird der Bundestrainer noch einmal in Ruhe nachdenken müssen. Oder hat er es schon getan? Zu den Spielern, die “nach wie vor leistungsfähig sind”, zählte Löw im Dezember Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng - und Kroos. Zwei von vier sind raus. Einer wackelt. Einer ist Toni Kroos.
So oder so: Löws Entscheidungen müssen sitzen. Sonst wird es bald einen anderen Wechsel geben. Auf der Trainerbank. 
Thomas Nowag ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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